In Mauretanien, Westafrika
Ouadane in Bildern.
Am Rande des Adrar-Plateaus thronend, ist Ouadane eine UNESCO-Welterbestätte und eine der atmosphärischsten Ruinen der Sahara. Im 12. Jahrhundert gegründet, blühte die Stadt als wichtiger Umschlagplatz an den Karawanenrouten auf, wo Gold aus dem Süden gegen Salz getauscht wurde, das tief in der Wüste abgebaut wurde. Ihre Altstadt fällt in Stufen einen felsigen Hang hinab, in Terrassen aus Trockensteinbauten, ein Labyrinth aus dachlosen Häusern, eingestürzten Torbögen und verwitterten Durchgängen, die im tiefen Wüstenlicht bernsteinfarben glühen. Die 'Straße der vierzig Gelehrten' erinnert an die Vergangenheit der Stadt als Ort des Lernens und der Pilgerschaft, während die Ruinen ihrer alten Moschee und ihres Minaretts noch immer Wache über das Tal halten. Eine kleine, lebende Siedlung schmiegt sich neben den uralten Ksar, und ortskundige Führer erwecken die leeren Straßen mit Geschichten von Handel, Niedergang und Überleben zum Leben. Über eine raue Wüstenpiste erreichbar, oft verbunden mit einem Besuch der nahen Richat-Struktur, vermittelt Ouadane ein tiefes Gefühl, in eine versunkene Welt einzutreten, schön, verwittert und vollkommen still.