In Guinea-Bissau, Westafrika
Bissau Velho (Altstadt) in Bildern.
Bissau Velho, das alte Viertel der Hauptstadt, ist ein Ort, an dem die Geschichte Guinea-Bissaus an jeder verwitterten Mauer geschrieben steht. Von den Portugiesen angelegt, erzählt dieses verblasste Viertel aus ockerfarbenen und pastellfarbenen Gebäuden, schattigen Alleen und bröckelnden Balkonen die Geschichte eines einst geschäftigen Kolonialhafens. Viele Fassaden sind von der Zeit und dem tropischen Wetter weich gezeichnet und verleihen den Straßen eine melancholische, geradezu filmische Schönheit. In ihrem Zentrum steht die imposante Fortaleza de Sao Jose da Amura, eine sternförmige Festung, die noch immer den Hafen bewacht und das Mausoleum von Amilcar Cabral birgt, dem verehrten Anführer des Unabhängigkeitskampfes des Landes. Ganz in der Nähe pulsieren die modernistische Kathedrale, der Regierungspalast und die lebhaften Märkte von Bandim und im Zentrum von alltäglichem Treiben, ihre Stände überquellend von Cashewnüssen, Fisch, Stoffen und frischen Erzeugnissen. Am lebendigsten werden die Straßen während Bissaus berühmtem Karneval, wenn maskierte Tänzer, Trommler und Umzüge die Altstadt in einer Explosion von Farben überfluten, geschöpft aus den Traditionen der Bijago und der Kriol. Bissau Velho zu Fuß zu durchwandern eröffnet einen intimen, ungeschönten Blick in die Vergangenheit der Nation und auf den warmherzigen, widerstandsfähigen Geist ihrer Menschen.