In Algerien, Nordafrika
Timgad (römische Ruinen) in Bildern.
Um 100 n. Chr. von Kaiser Trajan als Militärkolonie für Veteranen gegründet, ist Timgad eines der bemerkenswertesten Beispiele römischer Stadtplanung überhaupt. Oft als „Pompeji Nordafrikas“ bezeichnet, bleibt das perfekte orthogonale Raster der Stadt von den umliegenden Hügeln aus deutlich sichtbar und zeugt von der Präzision antiker Ingenieurskunst. Beherrscht wird die Stätte vom majestätischen Trajansbogen, einem dreitorigen Triumphbogen, der noch immer als Zeugnis der Reichweite des Imperiums emporragt. Besucher können durch das weitläufige Forum schlendern, im Theater mit 3.500 Sitzplätzen Platz nehmen und die kunstvollen Mosaike bestaunen, die einst die Böden öffentlicher Bäder und privater Villen schmückten. Die Stille des Aurès-Gebirges rund um die Ruinen verleiht dem Erlebnis eine eindringliche Schönheit und lässt Reisende dieselben mit Basalt gepflasterten Straßen begehen, auf denen römische Bürger vor zwei Jahrtausenden wandelten. Timgad ist nicht nur eine Ansammlung von Ruinen; es ist ein eingefrorener Augenblick, der die Größe und Ordnung der römischen Welt einfängt.